Exodus Nr. 50 – 06-2025

Cover: Thomas Thiemeyer

Hrsg. von René Moreau, Heinz Wipperfürth, Hans Jürgen Kugler

Inhalt:

Stories

„die Galerie“ – Franz Miklis

„die Galerie“ – Thomas Thiemeyer

Grafik & Illustration

  • Dirk Berger
  • Frauke Berger
  • Oliver Engelhard
  • Mario Franke
  • Niklas P. R. Kappenstein
  • Detlef Klewer
  • Michael Marrak
  • Andreas Möller
  • Michael Vogt

Comic

  • Olaf Brill/Michael Vogt: Ein seltsamer Tag: Der letzte Xlydophanier
  • Kostas Koufogiorgos: Spaziergang

Redaktionelles

  • Editorial
  • Personalia – die Mitwirkenden in dieser Ausgabe
  • Impressum und Bezugsmodalitäten

Kommentar zum Heft:

Der erste Teil der allerletzten Heftausgabe von Exodus.

Illustrationen zu den Kurzgeschichten

Micro-Rezis

Tod zwischen den Sternen
von Christian Endres

In einer Reminiszenz an Holmes, Poirot, Marple und Knatterton nimmt uns Christian Endres mit zu einem futuristischen Mordfall, den nur eine so schnell und lückenlos aufklären kann: Ash Lennox.
Auf dem Kreuzfahrtschiff Sunbeam, das sich auf der Reise vom Mond zum Mars befindet. Man mag zwar vermuten, dass die Verbrechensaufklärung in der fernen Zukunft um Längen komfortabler ausfällt, doch muss dabei bedacht werden, dass Teleportation, geklonte Lebewesen, Mini-Drohnen, diverse High-Tech-Implantate und allgegenwärtige KI nicht nur den Gesetzeshütern zur Verfügung stehen.
Eine abgespacte Krimi-Kurzgeschichte bei der es sicher nur ein Zufall ist, dass der von Michael Vogt illustrierte Erzähler rein zufällig dem hier verantwortlich zeichnenden Autor merkwürdig ähnelt 😉

[Image source: genAI, Byte Plus Seadream 5.0 Lite]

Bigger Than Life
von Andreas Eschbach

Das mit der Wirklichkeit ist so eine Sache. Schon während wir träumen sind wir nur sehr selten dazu in der Lage, herauszufinden, dass wir gar nicht über die Stadt fliegen oder wie gelähmt handlungsunfähig sind. Wir erkennen erst dann, ob wir uns in der Realität oder einer vollimmersiven Illusion befinden, wenn wir eine unabhängige Referenz haben … oder eine rote Pille. Fehlt das, sind wir nicht viel mehr als NPCs.

Andreas Eschbach lässt auf der Suche nach einer vermissten Person seine Protagonisten eine hochmoderne VR-Technologie einer erfolgreichen Gaming-Schmiede ausprobieren, die etwas zu verbergen hat. Unterhaltsam erzählt, allerdings wünschte ich mir, dass Eschbach etwas mehr Vertrauen in die Phantasie und Kombinationsfähigkeiten seiner Leserschaft haben und weniger das Offensichtliche ausformulieren würde.

[Image source: genAI, Nano Banana 2]

Die Welt wird vloral
von Angela und Karlheinz Steinmüller

Auf der einen Seite haben wir LLMs, die mit allen nur erdenklichen Medien aus Menschenhand befüllt werden und daraus lernen, welche Token oder Sentenzen in der Ausgabe aufeinander folgen könnten, wenn sie bei der Eingabe mit einem bestimmten Prompt gefüttert werden. Was aber erlernt eine KI, wenn ihre Trainingsdaten etwas ganz … also ganz anderes sind? Als besonders interessant empfinde ich das Training mit Tierlauten, an deren Ziel ein Verständnis über Tiersprachen liegt. Schließlich ist uns von noch keiner Spezies jenseits des Homo sapiens die Sprache so wirklich bekannt.

Mein Lieblings-Science-Fiction-Paar geht in ihrer Kurzgeschichte um einiges weiter und der Frage nach, wie eine KI mit Trainingsdaten umgehen könnte, von denen man weder weiß, woher sie stammen, noch, was sie bedeuten … dem Voynich-Manuskript.
Die Ursprünge und Inhalte des 500 Jahre alten Voynich-Manuskripts sind noch immer nicht wirklich geklärt und meist spekulativ. Und wenn nichts wirklich bewiesen ist, weshalb sich nicht dem noch Abwegigeren widmen? Vielleicht ist es eine fünf Jahrhunderte schlafende Disruption, die erst mit der Entwicklung aktueller KI ihr volles Potential so richtig entfalten kann? Unmöglich ist es nicht.

[Image source: genAI, Byte Plus Seedream 5.0 Pro]

Die Bären entdecken den Mond
von Helmut Ehls

Eine wilde Fahrt durch die (hier: extraterrestrischen) Welten eines Autoren voller Ideen, Ambitionen, Ängsten und Selbstzweifeln. Zwischen Fiktion und Realität, zwischen Traum und Wirklichkeit katapultiert Helmut Ehls den schreibenden und lesenden Protagonisten gleich einem Pinball durch den Alltag einer Schriftstellerin/eines Schriftstellers. Dabei durchleben die Lesenden mit ihm das ganze Spektrum von Hoffnung bis Verzweiflung und landen letztendlich wieder auf dem profanen Boden der Mondoberfläche.

[Image source: genAI, Byte Plus Seedream 5.0 Pro]

Mittelmaß mit Methode – Der Mizzki-Weg
von Erik Harlandt

Wir können uns entscheiden, ob wir aus unserem Leben etwas machen wollen, ob wie etwas erreichen möchten, ob wie herumgammel wollen, ob wir ein guter Mensch oder ein Arschloch sein möchten. Alles Entscheidungen, die uns niemand abnimmt. Oft bedeuten solche Entscheidungen aber, dass wir uns exponieren… entweder im negativen oder positiven Sinn, was wiederum anstrengend sein kann. Und wer will’s schon anstrengend? Aber womöglich haben all diese Entscheidungen auch Konsequenzen für den Auf- oder Abstieg … während oder nach unserem Leben.

Erik Harlandt bietet uns einen Einblick in eine Auf- oder Abstiegsvariante in einer Mehrwelten-Realität, in der man sehr vorsichtig sein sollte, zu vorsichtig zu sein, um weder auf- noch abzusteigen. Denn manchmal hat Unauffälligkeit im Mittelmaß nicht den gewünschten Erfolg, eine ruhige Kugel schieben zu können.

Merke: Auch wenn die Konsequenzen unklar sind und die Welt von Flachpfeifen gelenkt wird, ist das Leben besser genutzt, wenn man aus der Masse heraussticht.

[Image source: genAI, Byte Plus Seedream 5.0 Pro]

Malware
von David Daubitz

In einer fernen Zukunft, wenn der Plan, uns unser Leben mit KI und Robotern zu erleichtern, gescheitert sein wird, wird nach und nach das künstliche Leben, das biologische nicht nur effizienztechnisch, sondern auch zahlenmäßig übertrumpft haben. Nach und nach werden die Menschen weniger und weniger, bis nur noch eine Handvoll Exemplare der einst die Erde (über-)bevölkerten Spezies überlebt haben wird.
Und die, die es geschafft haben, sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren und ähneln immer mehr den von ihnen erschaffenen, fehleranfälligen, reparatur- und updatebedürftigen sich mit ihren Glitches herumplagenden Robotern.

David Daubitz zeichnet in seiner Kurzgeschichte drastisch eine düstere und brutale Welt ohne Zukunft, in der die Menschheit die Konsequenzen von Malware mit ihren eigenen Geschöpfen teilt und von der robotischen Empathie abhängig geworden ist.

[Image source: genAI, Byte Plus Seedream 5.0 Pro]

Godspeed You! Night Empress
von Maria Orlovskaya

Willkommen auf Random!
von Dieter Korger

Mein alter Herr
von Uwe Hermann

Keine Fragen, alles gut
von Peter Schattschneider

Die Maschine, die alle Probleme löste und unsere Sprache sprach (Teil 1)
von Michael Marrak