Hüter der Erinnerung – The Giver

Hüter der Erinnerung – The Giver

Hüter der Erinnerung - The Giver

20141 h 34 min
Kurzinhalt

Jonas ist ein ganz normaler Junge in einer zukünftigen Welt, in der es keine Kriege, keinen Hunger und auch sonst kein Leid, aber auch keine Leidenschaften mehr gibt. Sein Leben und Schicksal ist von der Gesellschaft vorherbestimmt: Von der Geburt, über die Schule und die Arbeit, die Ehe und letztlich den Tod ist alles vorhergeplant. Und Jonas ist damit so zufrieden wie alle anderen Menschen, die keine andere als diese graue Welt ohne Farben und Verfärbungen kennen. Bis eines Tages das schicksalhafte Los auf Jonas fällt, der sogenannte "Giver" zu werden. Von seinem Amtsvorgänger bekommt Jonas von nun an all das Wissen gelehrt, das der "Giver" stellvertretend für den Rest der Menschheit bewahrt. Konfrontiert mit den Erzählungen seines Mentors, erfährt Jonas somit von der Welt der Vergangenheit, einer Welt der Unvollkommenheit, des Schmerzes und der Aggressionen - aber auch von Solidarität, Glück, Enthusiasmus und Liebe.

Metadaten
Titel Hüter der Erinnerung - The Giver
Original Titel The Giver
Regisseur Phillip Noyce
Laufzeit 1 h 34 min
Starttermin 11 August 2014
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Nicht so schlecht
Bilder
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Eine zwar nicht neue, aber gute Idee, jedoch lahm und lieblos umgesetzt. Die offensichtliche Vorlage des Films Logan’s Run – Flucht ins 23. Jahrhundert von 1976 wird leider nicht erreicht. Effekte und einer eigentlich vielversprechenden Besetzung mit Meryl Streep und Jeff Bridges kommt die Geschichte nicht in Fahrt. Das Setting einer kontrollierten und nur scheinbar perfekten Welt wird nur bruchstückhaft erläutert und in kurzen, voneinander gelösten Bestandteilen dargeboten und versäumt so, in die Tiefe zu gehen. Damit wird auch eine Identifikation mit dem Protagonisten erschwert und es stellt sich keine Immersion ein. Sogar Streep sieht in ihrer Rolle als Oberhaupt der ‚New Age‘-Gemeinde blass aus. Bridges überzeugt einigermaßen in seiner Rolle als ‚Giver‘, reicht jedoch nicht an das Original Peter Ustinov heran. Brenton Thwaites spielt den naiven Hüter in spe, der gerade seine Initiation ins Erwachsenenalter erlebt hat, recht gut, wenngleich ihm noch die ein oder andere Ecke resp. Kante fehlt.

Alexander Skarsgård und Katie Holmes haben leider nur zwei traumwandlerische Rollen, die ohne Tiefe (und nahezu grenzdebil) sind, wofür man wohl das Drehbuch verantwortlich machen muss. Die Nebenrolle von Taylor Swift ist unauffällig aber passend, erscheint mir aber zu bewusst inszeniert, um junges Publikum ins Kino zu locken.

Die futuristische Welt wird so gut wir gar nicht erläutert und erscheint mit dem durch Wolkendecke und Abgrund getrennten Umland sowie dem anachronistischen Holzhaus im verschneiten Märchenwald eher absurd als potentiell möglich. Da kann man vor der respektablen Leisten von Michael Anderson aus dem Jahr 1976 nur den Hut ziehen und hoffen, dass irgendwann noch einmal Regisseure und Drehbuchautoren wieder verstehen lernen, wie SciFi funktioniert.

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