*seufz*

kategorie_gesellschaftErleichterung macht sich breit … am Tag nach der Bundestagswahl … es ist geschafft!

*seufz*

Doch auch wenn ich hier keinen politischen Kommentar anmaßen möchte, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Deutschland ordentlich gewählt hat. Es gab schließlich eine höhere Wahlbeteiligung als 2009, so dass immer weniger sagen können, dass man nichts mit den politischen Konsequenzen für die nächsten 4 Jahre zu tun hat. Womit aber auch irgendwie wieder das Argument gestärkt wurde, dass wir alles, was die nächsten 4 Jahr aus Berlin kommen wird, selbst gewählt haben …

*seufz*

So wirklich große Skandale gab es auch nicht … eher verhalten geisterten kleinere Aufreger durch die Presse, die im Vergleich zu unserem „großen Vorbild“ USA eher sehr unbeholfen wirkten. Ein beruhigender Umstand, der für eine Form der Sachlichkeit spricht, die offenbar doch noch über emotional geführte Mediendiskurse obsiegt. Doch irgendwie befürchte ich, dass die kleinen Vorstöße in Bezug auf Politik-Skandale nur ein Testballon waren … der leider vielversprechende Ergebnisse lieferte, was nur bedeuten kann, dass wir in 4 Jahren eine wohl geplante und wesentlich einflussreichere Medienkampagne um die dann zur Wahl stehenden Partei-Protagonist(inn)en erwarten dürfen …

*seufz*

Erstimmenmehrheit - Bundestagswahl 2013 (vorläufig)

(Statistisches Bundesamt – )

Und dann wäre da noch die aus der Wahl resultierende fast lückenlose Einfarbigkeit … man kann sie auch als ‚Schwärze‘ bezeichnen (auch wenn das Statistische Bundesamt ein poppiges Blauviolett gewählt hat). Wenn ich mir die Deutschlandkarte so anschaue, dann hat das nicht wirklich viel mit Meinungsvielfalt zu tun. Ob das erstaunlich vollständige ‚Abtauchen‘ des einstigen Bundesregierungskoalitionspartners einen echten Verlust der Parteienvielfalt darstellt, wird sich noch erweisen. Der aufmerksame Wähler weiß natürlich, dass diese Uniformität nicht bedeutet, dass jeweils alle Wähler der Wahlkreise geschlossen hinter einer Partei standen, sondern eben nur die Mehrheit. Werden Historiker in 50 Jahren diese ‚geschwärzte‘ Karte oberflächlich betrachten, bleibt ihnen kaum eine andere Schlussfolgerung als die, dass sich sich 2013 so gut wie alle Deutschen einig waren. Erfahrungsgemäß wird aber von den dann befragten Zeitzeugen derlei flächendeckende politische Zustimmung (berechtigterweise) geleugnet … doch haften bleiben werden das schwarze (blauviolette) Bild und ein schaler Beigeschmack.

*seufz*

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