Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Titel
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Original Titel
Tre nøtter til Askepott
Regisseur
Cecilie A. Mosli
Schauspieler
Astrid S, Cengiz Al, Ellen Dorrit Petersen, Ingrid Unnur Giæver, Thorbjørn Harr, Nasrin Khusrawi, Nils Jørgen Kaalstad, Kristofer Hivju, Bjørn Sundquist, Nader Khademi, Anne Marit Jacobsen, Jonis Josef, Sjur Vatne Brean, Arthur Hakalahti, Toivo Ty Terjesen
Laufzeit
1 h 35 min
Starttermin
12 November 2021
Genres
Familie, Fantasy
Kurzinhalt
Aschenbrödel (Astrid Smeplass) lebt mit ihrer bösen Stiefmutter und ihren garstigen Stiefschwestern zusammen, die sich selbst nur das Beste vom Besten gönnen und Aschenbrödel wie eine Bedienstete behandeln. Da bekommt die junge Frau drei Zaubernüsse geschenkt, mit denen sie sich drei Wünsche erfüllen kann. Unter anderem wünscht sie sich ein feines Gewand, in dem sie den Ball des Prinzen (Cengiz Al) besuchen kann. Als sie das Fest überstürzt verlässt, um ihre wahre Identität zu schützen, verliert sie einen Schuh. Der Prinz ist völlig fasziniert von seinem geheimnisvollen Gast und macht sich auf die Suche nach der Unbekannten, die ihm vor ihrer Flucht einige Rätsel gestellt hat. Er lässt im Königreich verkünden: Die Frau, der der Schuh passt, werde er ehelichen!
Produktion
Storm Films, Friland Produksjon AS
Produzent
Petter J. Borgli, Christian Fredrik Martin, Frederick Howard
Autor
Drehbuch-Autor
Kamilla Krogsveen, Karsten Fullu
Komponist
Land
 Norwegen
Sprachen
Norwegisch
Kameramann
Trond Tønder
Slogan
Zertifikation
6
Keine Jugendfreigabe
Budget
Einnahmen
IMDb Id
tt10147580
Website

Eine sehr schöne Neuverfilmung (ohne Kunstschnee aus Fischmehl) mit einigen modernen Abänderungen, die einen anfangs vielleicht stutzig machen. Toll auch, wie versucht wird, Diversität, Emanzipation und neue Geschlechterbilder als Message in das Märchen zu integrieren. Menschen mit körperlicher Behinderung, dunkelhäutige und alte Menschen haben dort ihren Auftritt. Frauen sind den Männern ebenbürtig und entscheiden selbst über ihr Leben, homoerotische Beziehung sind völlig selbstverständlich und die Charaktere sind alles andere als schwarz-weiß gezeichnet. Kinder übernehmen nicht ungefragt das Rollenbild ihrer Eltern und am Ende ist es völlig in Ordnung, wie man (ohne magische Intervention) ist.

Cengiz Al als Prinz ist etwas fehlbesetzt, da er weder wirklich gutaussehend, noch prinzenhaft wirkt. Aber vielleicht war das eine bewusste Casting-Entscheidung, um den Charakter eher trampelhaft-pubertär wirken zu lassen und Aschenbrödel die Hauptrolle nicht streitig zu machen, die zauberhaft, natürlich und selbstbestimmt von Astrid Smeplass gespielt wird.

Genauso sollten Märchen der Gegenwart erzählt werden … mit relevanten Themen und Rollenbildern der Gegenwart in einem magisch-schönen Setting.

Original und Neuverfilmung haben ihre eigene Daseinsberechtigung und bieten viel Stoff für medienwissenschaftliche Untersuchungen.

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