Das Chlorophyll schlägt zurück Verdiente Auszeit Die Bittsteller Die Macht der Erzählung Erstkontakt Surprise Geschichtsstunde Mission des Cimanauten Alle Räder stehen still Nekrose Der weißgesprenkelte Knochenkrabbler Himmelssturz Nächtlicher Showdown Abschied Harte Schale, weicher Kern
Micro-Rezensionen zu den einzelnen Texte:
Teil I: Earth
Klimawandel
[Image source: genAI, Flux.2]
Uns stehen ein paar Endzeit-Auslöser zur Verfügung: Atomkrieg, Klimakatastrophe, Seuchen. Klingt jetzt gar nicht mal so vielfältig, wie wir unser eigenes Ende herbeiführen könnten. Die Konsequenzen für die Überlebenden differieren allerdings doch stark voneinander. Aber vielleicht machen wir uns auch überflüssigerweise ’nen Kopf, denn die Chancen stehen gut, dass alle drei (gibt es eigentlich noch weitere Szenarien, die sich nicht aus diesen drei ableiten?) mehr oder minder zeitgleich über uns hereinbrechen werden. Es sollte uns allerdings bewusst sein, gleichgültig, wie sehr wir auch versuchen, die Katastrophenszenarien vorauszuberechnen, die Natur hält sicherlich noch ein paar Überraschungen für uns parat, sollte es zum Schlimmsten kommen.
Die erste Kurzgeschichte von Martin Schatke ‚Klimawandel‘ fängt merkwürdigerweise mit einer Seuche an, integriert den Klimawandel und schlägt dann ein neues evolutionäres Kapitel auf …
Nieder mit Remorik!
[Image source: genAI, Flux.2]
Wären all unser Widerstand, alle Versuche politischer, juristischer und zivilgesellschaftlicher Art, demokratische Werte zu retten und gegen faschistische Mächte zu verteidigen, vergebens, wir würden es wahrscheinlich nicht einmal merken.
Eine defätistisch-dystopische Kurzgeschichte, die einen in Anbetracht gegenwärtiger, globaler Veränderungen, nicht wirklich optimistisch stimmt.
Wetterumschwung
[Image source: genAI, Flux.2]
Für mein Verständnis lässt sich diese Microfiction nach zwei Arten lesen: Entweder wir haben es hier mit der Gegenwart oder der Epoche des Kalten Krieges zu tun und die Namensähnlichkeit des Clanführers mit dem großen Khan ist rein zufällig oder es ist Wissenschaftler_innen gelungen, Raketen zurück in die Zeit zu schicken, was nicht wirklich beruhigender klingt.
Riegel im Bauch
[Image source: genAI, Flux.2]
Welche Lebensform in einem Habitat oder auf einem Planeten die dominante ist, der Apex-Predator also, hängt von vielen Faktoren und auch vom Zufall ab. Eine gewisse Größe und Kraft kann dabei aber schon mal nicht schaden. Wenn dann noch ein Mindestmaß an Intelligenz und … sagen wir mal … Zielorientiertheit … vorhanden ist, ist die Sache schnell entschieden. Doch man sollte in galaktischen Dimensionen gedacht nie vergessen: Es gibt immer eine Spezies, die einem die Führungsposition streitig machen kann … und dann wendet sich das Blatt ziemlich schnell … und plötzlich ist man selbst der Riegel in einem Bauch.
Mythos
[Image source: genAI, Flux.2]
So viele Interpretationen und Phantasmen haben wir in Serien und Filmen gesehen, die sich ziemlich identisch in unser aller (Nerd-)Gedächtnis eingebrannt haben. Würden wir mehr lesen oder gelesen haben, wären diese Bilder um einiges vielfältiger, da jede_r dann doch eine etwas andere Vorstellung von Wesen und Welten der Phantasie hat.
Würde der … zugegebenermaßen unwahrscheinliche … katastrophale Fall eintreten, dass eines der filmisch umgesetzten Phänomene zur Realität werden würde, hätten wir alle oben genannten Serien-/Film-Junkies wenigstens einen gemeinsamen Trost: Wir würden uns alle auch gemeinsam an die Held_innen der Geschichten erinnern, die dereinst „glauben wollten“ und sich dem Unfassbaren gestellt hatten.
In freier Wildbahn
[Image source: genAI, Flux.2]
Die Menschheit entwickelt sich schon seit Millionen Jahren. Das geschieht sowohl innerhalb einer als auch in parallelen Entwicklungslinien, so dass sich Individuen unterschiedlicher Entwicklungen durchaus auch begegnen können. Ob sie miteinander auskommen oder sogar koexistieren können, stand und steht auf einem ganz anderen Blatt.
Acht Arme für Kenji
[Image source: genAI, Flux.2]
Im Grunde kann man es niemanden vorwerfen, dass sie/er von einem urzeitlichen, transdimensionalem und weltenverschlingenden Wesen überrascht und beim nächtlichen Abhängen in die Tiefe gezogen wird. Wem würde das nicht ebenso passieren.
Der Umzug
[Image source: genAI, Flux.2]
Wenn die Viehwirtschaft nicht aus Vernunft- sondern eher aus Kostengründen zum Erliegen kommt, sollten sich die verbliebenen Säugetiere und Vögel genau überlegen, wohin sie reisen wollen.