Ein Sommer in der Provence

Ein Sommer in der Provence

Ein Sommer in der Provence

20141 h 45 min
Kurzinhalt

Für Léa, Adrien und ihren kleinen Bruder Théo stehen die Ferien vor der Tür. Dieses Jahr fahren sie das erste Mal zu ihrem Großvater Paul, den sie wegen eines Familienstreits nie zuvor kennengelernt haben. Das Reiseziel – die Provence: Wohl kaum der Urlaub, von dem die Drei träumen. Auch die Freude von Großmutter Irène über diesen Familienurlaub ist da kein Trost. Hinzu kommt, dass ihnen der Vater ausgerechnet am Tag vor der Abreise sagt, dass er die Familie verlassen wird. Also nicht gerade die besten Aussichten auf gute Laune und eine spaßige Ferienzeit.

Metadaten
Titel Ein Sommer in der Provence
Original Titel Avis de mistral
Regisseur Rose Bosch
Laufzeit 1 h 45 min
Starttermin 2 April 2014
Detail
Medien
Film-Details
Bewertung Schlecht
Bilder
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Der Film scheitert an einer hölzernen Handlung, in der einzelne Episoden ohne Seele abgehandelt werden (Aktion-Reaktion). Es ist kein durchgängiger Handlungsstrang zu erkennen und von Spannungsbogen kann keine Rede sein. Die Chance, über die Beziehung des Großvaters (Jean Reno) mit dem gehörlosen Enkel (Lukas Pelissier) eine sensible Generationengeschichte zu weben, wird von der Regisseurin Rose Bosch nicht wahrgenommen. Stattdessen versucht sie über stereotypes Verhalten der beiden Jugendlichen (Chloé Jouannet und Hugo Dessioux), deren Darbietung übertrieben und unausgereift wirkt, die Spannung aufzubauen, was ihr leider nicht gelingt. Im Making-Of wird berichtet, was Bosch mit dem Film bewirken wollte und was sie sich dabei vorgestellt hat. Leider blieben ihre Bilder in ihrem Kopf und fanden nicht den Weg zum Zuschauer. Die gut gemeinten Bezüge zur Jugend der Großeltern wirkten hölzern bis peinlich, so als ob Bosch eine Standardliste zu nostalgischem Verhalten abarbeiten wollte.

Die wunderschönen Landschaften der Carmarque und der Alpillen kamen durch die störenden Handlungsschnipsel nicht zur Geltung. Die wenigen Landschaftsaufnahmen waren Balsam für die gestresste Publikumsseele, konnten aber ihre Wirkung weder halten noch entfalten. Der Film hätte mit Jean Reno das Potential gehabt, sich mit ‚Ein gutes Jahr‘ (Russel Crowe) messen zu können, geht jedoch durch das holprige Drehbuch und die wenig glanzvollen Leistungen der Schauspieler (die wohl auf die fehlgeleiteten Regieanweisungen von Bosch zurückzuführen sind) bis auf Jean Reno völlig unter.

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